Das 288. Auszugsfest der Torgauer Geharnischten – es war uns ein Fest!

Das diesjährige 288. Auszugsfest der Torgauer Geharnischten liegt nun bereits fast eine Woche zurück.

Wir, die „Faust“, waren natürlich auch mit dabei und nun möchten nun davon berichten:

Am Donnerstag schlug die Faust ihr Lager wiedereinmal, nun nicht mehr zur Probe, auf dem Gelände der Geharnischten auf. Am frühen Nachmittag begann das große Königsschießen, welches viele Zuschauer anlockte und von Anfang an sehr spannend war. Unter den Gästen durften wir bereits auch die Landsknechte Wittenberg begrüßen.

Am Abend wurde unser „Faust“-Mitglied Daniel Palau zum neuen großen König ernannt. Er darf die Königswürde für die nächsten zwei Jahre tragen. Darauf ein stolzes, dreifaches „FAUST LUTHERS!!“ Bis spät in die Nacht saß man dann noch beieinander.

Nach einem liebevollen Trommelweckkommado ging es am Freitag Morgen ans Training. Neben dem allgemeinen Pikendrill wurden natürlich auch Grundschläge und -paraden, sowie die einzelnen Duelle für das bevorstehende Wochende immer wieder geprobt. Um 19 Uhr versammelten sich die Geharnischten sowie die Gastvereine „Landsknechte Wittenberg“ und der „Fanfarenzug Altdorf e.V.“ vor der Marienkirche, um gemeinsam dem Ökumenischen Gottesdienst beizuwohnen,

der zudem durch den Fanfarenzug muikalisch untermalt wurde. Anschließend fand auf dem Schlosshof der traditionelle Große Zapfenstreich statt, der ebenfalls von weiteren Musikgruppen mitgestaltet wurde. Der Abmarsch zurück zum Lager fiel uns allen hinterher extrem schwer und wir waren froh, in unseren Betten angekommen zu sein.

Nun folgte der große Tag – Samstag

Bereits um sieben wurden wir nach einer relativ kurzen Nacht wieder geweckt und es hieß antreten zum großen Umzug durch Torgau. Gemeinsam mit den Gastvereinen „Fanfarenzug Altdorf e.V.“, „Alte Schweden Delitzsch“, „Landsknechte Wittenberg“, „Lützower Reiter“ und natürlich dem Traidtionszug der Geharnischten inkulsive der Marketenderinnen sammelten wir uns an der Torgauer Promenade. Von dort ging es mit musikalischer Begleitung des Fanfarenzuges zunächst auf den Marktplatz und von dort aus zurück zum Gelände. Zum Glück hatten wir dort genügend Wasser gebunkert, denn die Temperaturen waren zwar sehr schön und sommerlich, aber für uns alle in unseren Uniformen schwer zu ertragen. Um 13.30 Uhr begann unser erster Auftritt, die kleine Waffenschau, in der unser Offizierskorps Claudio und Carsten dem zahlreich erschienenen Publikum einige kleine Einblicke in unsere Welt der Waffen gaben. Die Anwendung wurde durch kurze Duelle veranschaulicht. Um 16 Uhr folgte dann die Große Waffenschau, in der noch ausführlicher auf die einzelnen Schwerttypen und Waffenarten eingegangen wurde. Natürlich hatten auch unsere Gastvereine die Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren. Die Darbietungen waren dabei meist den Schusswaffen gewidmet, die mit ihrer eindrucksvollen Lautstärke für jede Menge Aufsehen sorgten.

Zwischen den einzelnen Veranstaltungen hieß es für uns alle natürlich möglichst detailgetreu das Lagerleben zur Zeit Luthers darzustellen. Gekocht wurde dabei von Hauptfeldwebel Carsten persönlich über dem offenen Feuer, welches Korporal Richard immer wunderbar am Brennen hielt.

Um 19 Uhr folgte der Höheunkt des Auszugsfestes, das große Fußturnier der „Faust“, in dem der beste Kämpfer ermittelt werden sollte. Gespannt verfolgte das Publikum Kampf um Kampf

und unsere Kämpfer steckten neben den geplanten auch mehrere spontane Schrammen und blaue Flecke ein. Gegener um Gegner wurde geschlagen und am Ende hieß das Finalduell RICHARD gegen MATTES, Hufschmied gegen Jagdaufseher. Angefeuert vom Publikum und der „Fanmeile“ der „Faust“ schenkten sich beide nichts. Nach einem Kampf, der wie die anderen zuvor spannend, technisch auf höchstem Niveau und dabei gleichzeitig voller Witz war, stand Mattes als Sieger fest. Das wurde natürlich am Abend im Lager gefeiert, während andere der Übertragung des Fußballspiels beiwohnten.

Der Sonntag war einem gemütlichen Frühstück, dem Abbau der Zelte und dem Abschied unserer Gäste aus Wittenberg gewidmet. Mit Schlafmangel, aber dennoch glücklich, dass alles so gut geklappt hat, konnten wir das Wochenende nun wieder zu Hause mit einer heißen Dusche und dem eigenen Bett ausklingen lassen.

Vielen Dank an alle Besucher, unsere wunderbaren Gastvereine, alle Organisatoren und natürlich die Mitglieder der „Faust“ für ein wahres Fest!

Mai 28, 2012

Kommentare

Artikelkommentare
sandro

Alle schauen auf den Feind, und der Lindner wo das Essen bleibt.

Markus

Nein ich musste schaun ob alle das richtige machen ^^

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